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Zum Elektronik-Löten gehören:

Lötzinn

Wir empfehlen bei modernen Leiterplatten mit Lötstopmaske ausschließlich mit modernem Elektroniklot mit 0,5mm Durchmesser zu arbeiten. 1mm Lötzinn eignet sich nur, wenn keine Lötstopmaske vorhanden ist. Die Verwendung von Löthonig, Lötwasser und ähnlichen archaischen Löthilfen ist eher für das Löten von Dachrinnen geeignet und sollte bei Leiterplatten vermieden werden. Das moderne Elektroniklot enthält innen eine Seele aus Flußmittel, so dass eine zusätzliche Zugabe von Flußmittel nicht nötig ist.
Gebräuchlich sind zur Zeit Legierungen unterschiedlicher Zusammensetzung. Der hohe Anteil an giftigem Blei macht es erforderlich, die Vorschriften des Arbeitsschutzes zu beachten. Während der Lötarbeiten sollte man seine Nase nicht unbedingt direkt in den aufsteigenden Rauch halten, da auch dieser doch erhebliche Anteile an Blei enthält. In der Industrie werden Absauganlagen benutzt, die aber im Hobby Bereich auch bei Viel-Lötern durch eine gewisse Vorsicht während des Lötens eretzt werden können. Im Handel erhältliches sogenanntes „umweltfreundliches Lötzinn" hat sich in der Praxis nicht bewährt.

Die preiswerteste und meist gebrauchte Legierung nennt sich Sn64Pb36 und besteht aus 64% Zinn und 36% Blei.

Legierungen mit 2% Kupfer oder Silbergehalt haben einen niedrigeren Schmelzpunkt, was das Löten etwas leichter macht, und ergeben glänzendere Lötstellen. Letzteres hat elektrisch natürlich keinerlei Bedeutung, macht aber manchen Bastlern besondere Freude. Ob Silber oder Kupfer macht keinen wirklich dramatischen Unterschied, außer beim Preis. Ich habe in meinen Bastelkursen oft festsgestellt, dass die „Sparsamkeit" der Funkamateure gerade bei Lötzinn sehr groß ist. Manche Lötzinnrolle, die ich bei solchen Treffen sah, war wohl offensichtlich vom Großvater geerbt. Du braucht ja das alte Zeig nicht unbedingt wegzuwerfen, Gehäuse kann man damit sicherlich noch löteten und vielleicht ist ja auch mal eine Dachrinne defekt. Beim Zusammenbau eines Bausatzes solltest du aber auf jeden Fall auf das alte Zeugs verzichten, sonst wirst Du möglicherweise später um die Suche nach kalten Lötstellen und Lötbrücken nicht herum kommen.

Lötkolben

Benutze möglichst einen Lötkolben mit einer Leistung zwischen 50 und 80 Watt. 15W oder auch 30W Kolben sind nach meiner Erfahrung nur etwas für Masochisten. Optimal ist eine Lötstation, die mit Niederspannung und Potentialausgleich arbeitet. Wir benutzen heutzutage sehr viele empfindliche Bauteile, die bei ungenügender Erdung des Werkzeugs schnell Schaden nehmen. Es gibt sehr gute Lötstationen bereits sehr preiswert im Handel zu kaufen. Schlechte Erfahrung habe ich mit alen Lötkolben gemacht, bei der die Spitze in den Kolben gesteckt und mit einer M4 Schraube befestigt wird. Bei dieser Art sitzt die Spitze oft schlecht im Heizelement und hat dadurch schlechten Wärmeübergang. Die Spitze sollte heute immer eine veredelte Lötspitze sein, die Zeit der handgeschmiedeten Lötspitzen aus Kupfer oder Schweißdraht ist bei aller Sparsamkeit vorbei. Halte die Lötkolbenspitze sauber. Benutze einen feuchten Schwamm oder ein feuchtes Küchentuch aus Leinen, um die Spitze regelmäßig zu reinigen, wenn du arbeitest.

Für die Leiterbahnen ist eine 0,8mm Bleistiftspitze ideal. Auf der Massefläche macht diese Spite aber manchmal Probleme, da ist die breitere Hammerspitze wegen der besseren Wärmeabgabe von Vorteil. Erhitze die Lötstelle nur so viel, wie für eine gute Lötverbindung nötig ist. Ein kleiner „Schraubstock" zum Halten der Leiterplatte macht die Arbeit leichter.

Verboten sind:
Lötfett, Salmiakstein, Lötwasser und sämtliche anderen Arten von Chemie

Wie wird gelötet?

               GUT                          SCHLECHT

ideal: der Lötpunkt ist                 Lötzinn wurde zugeführt

gerundet und konkav.                  bis nichts mehr passte

Berühre Leiterzug und Bauelementeanschluss gleichzeitig mit der Lötspitze. Führe das Lötzinn innerhalb von ein oder zwei Sekunden zu und Du wirst sehen, wie das Zinn in die Lötstelle fließt. Ziehe den Lötzinn und dann den Lötkolben weg.

Widerstehe der Versuchung, soviel Zinn in die Lötstelle zu stopfen, bis nichts mehr reinpasst. Zuviel Lötzinn führt meist zu Schwierigkeiten, denn es könnten sich Zinnbrücken über dicht benachbarte Leiterzüge bilden.

Alle Bauelemente werden zum löten so weit es geht auf die Platine gedrückt. Das ist keine Frage der Ästhetik, sondern eine hochfrequenztechnische Notwendigkeit. Widerstände liegen also mit dem Körper flach auf der Platine auf, wenn sie nicht gerade stehend eingelötet werden. Kondensatoren gehören ebenfalls bis runter auf die Platinen. Mit anderen Worten: es gibt keine Bauteile mit langen Beinen.

Nachtrag:

Hier ein Hinweis zum Löten. Ich habe ihn zwar schon des öfteren gegeben aber einmal mehr ist besser als einmal weniger da ein großer Teil der Fehler beim Aufbau eines modernen Bausatzes hier ihre Ursache haben.

Don Wilhelm, der bekannte Chef- Berater auf dem Elecraft Server schreibt:
(frei ins Deutsche übertragen)

Ein Wort an alle potentiellen Bastler: stelle die Temperatur deines Lötkolbens auf 370 Grad C ein (400 Grad C ist besser). Du wirst nichts kaputt machen, wenn die Temperatur deines Lötkolbens bei 430C oder knapp darunter liegt. Durch die hohe Temperatur wird die Lötzeit kurz gehalten. Anders als häufig angenommen wird die Gefahr der Beschädigung von Bauteilen größer, wenn man bei niedriger Temperatur länger löten muss.

Benutze Lötzinn mit kleinem Durchmesser (0,5mm 2FI) damit du die zugeführte Menge besser kontrollieren kannst und damit du sehen kannst ob das Zinn in die Durchkontaktierung fließt wenn sie erhitzt wird. Zu viel Lötzinn zur gleichen Zeit maskiert diesen Vorgang und es kommt zu versteckten fehlerhaften Lötstellen.

73,
Don W3FPR

Zusatz von mir:
Überlegt mal, wir benutzen Leiterplatten mit 2 bis 4 durchgehenden Masseflächen. Die Hobo Hauptplatine z.B. ist eine 4-Layer Platine, die BCR Platine hat 3 Layer.

Um ein Gefühl dafür zu bekommen welche Wärmemengen eine solche Platine schluckt haltet euch mal die PA des BCR vor Augen: Der 2SC1961 macht bei 80m mindestens 10 Watt Ausgangsleistung. Als Kühlung dient im BCR einzig und allein die Massefläche der Platine selbst - und das reicht völlig aus.

Fazit: RAUF mit der Lötkolbentemperatur. 15 Watt Lötkolben waren gut für Lötaugen am Röhrensockel, dort ist nicht viel Masse auf zu heizen. Moderne Platinen brauchen mehr Energie beim Löten!

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